Zabbix – Monitoring

Ich bin schon seit langem auf der Suche nach einem für meinen “Hausgebrauch” geegneten Monitoring-Tool. Nagios war mit immer zu aufwändig einzurichten und zu pflegen. Nun habe ich Zabbix ausprobiert. Ich habe noch keine abschließende Meinung, ob ich es “behalte” – einzurichten ist es jedenfalls relativ einfach.

Grundprinzip

Grundprinzip ist, dass auf den Server ein zabbix-agent läuft, der die lokalen Messdaten sammelt und an den zabbix-server schickt. Hierzu ist im Normalfall eine TCP-Connection vom Agent zum Server nötig. Daher hat es sich als praktisch erwiesen, den zabbix-server im internen Netz einzurichten. Zumindest für meine Zwecke.

Den zabbix-proxy habe ich so noch nicht eingerichtet – so habe ich es jedenfalls verstanden, dass es laufen muss, um externe Rechner zu überwachen.

Was mir gefällt:

  • Server können sich selber in Zabbix registrieren – man muss das nicht x Mal per Hand machen.
  • Zusammen mit Ansible könnte ich also alle meine Server mit einem Mal einrichten.
  • Es gibt verschiedene fertige “Templates” für die Hosts, die die wesentlichen Dinge für einen Server schon fertig beinhalten – inkl. einige Trigger, die z.B. Alarm schlagen, wenn eine Platte voll läuft.
  • Zabbix kann VMware hosts automatisch “durchforsten” und erkennen. (Dazu schreibe ich evtl. noch separat.)

Was mir nicht so gefällt:

  • Die Erst-Einrichtung geht zwar relativ einfach – danach ist aber alles recht viel Klickerei.
  • Bedienung nur wenig intuitiv und selbst-erklärend.
  • Wenig “Querverbindungen” zwischen den verschiedenen Ansichten. Wenn ich z.B. einen Graph vor mir habe, dann würde ich gerne dort gleich klicken können und ihn zu einem “Screen” hinzufügen. Geht aber nicht – stattdessen muss ich mir merken was das für ein Graph war, in die “Screens” gehen, dort den Graph wieder suchen und hinzufügen.
  • Kein “Drilldown”: Z.B. würde ich gerne auf einen Graph aus einem Screen klicken, um zu dessen “ausführlicher” Variante zu kommen, um mehr Infos zu bekommen. Geht leider nicht.
  • Insgesamt wirken Optik und Bedienkonzept wie aus dem letzten Jahrhundert.

Über den Autor

christian

Schreibe einen Kommentar